Postflop Strategie ohne Aggressor
Nach den beiden Artikeln, wo entweder wir selbst oder einer unserer Gegner der Aggressor war folgt der dritte Postflop Artikel der das Spiel erklärt, wenn vor dem Flop niemand erhöht hat. Was gibt es also signifikantes, wenn kein Spieler Preflop erhöht hat? Ganz klar, der Pot ist bzw. wird weit nicht so groß wie bei den anderen beiden Beispielen. Außerdem befinden sich viel mehr Spieler im Pot, denn wenn niemand Stärke zeigt, dann entscheiden sich die Spieler oft mit marginalen Karten mitzulimpen. Und Limpen ist ansteckend und so setzt sich die “Call” Aktion recht gerne bis zum letzten Spieler fort.
Das hat natürlich zur Folge, dass wir die Karten der Gegner nur mehr ganz schlecht einschätzen können, da sie hier eine viel breitere Handrange als gewöhnlich haben werden. Außerdem müssen wir uns schon vor dem Flop Gedanken machen, mit welchen Händen wir im Anschluß den Pot anwachsen bzw. klein haltenwollen und welche Hand wir überhaupt treffen wollen. Hauptsätzlich werden wir die ” Limp-Option” ziehen, wenn wir ein kleines Paar halten und auf einen Drilling aus sind oder mit kleinen suited connectors, welche uns einen Straight bzw. einen Flush Draw bringen können.
Wann limpen wir aber nicht? In frühen Positionen, nicht einmal mit den beiden oben genannten Starthänden. Die Wahrscheinlichkeit, dass hinter uns erhöht wird und wir dann erst recht folden müssen ist einfach zu hoch. Und auch am Flop müssen wir uns dann überlegen, wie stark unsere Hand dann wirklich ist. Ein kleines Two Pair z.B. mit 6/7 gegen 6 Gegner ist kein Grund zur Euphorie und schon gar kein Grund überhastet All In zu rufen. Haben wir allerdings eine gemachte Hand, so werden wir diese schützen und aggressiv spielen denn eines ist sicher, Draws sitzen genügend am Tisch wenn vor dem Flop nur gelimpt wurde.
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