Die im November 2008 von Wilhelm Molterer eingereichte Novelle zum Glücksspielgesetz hat jetzt Sommerpause. Vor Herbst wird das Papier also nicht mehr behandelt. Zum Glück muss man sagen, denn diese Novelle ist alles andere als durchdacht. Man hat viel mehr den Eindruck, dass dabei ausschließlich der Monopolist Casinos Austria gestärkt werden soll. Anders lässt sich eine vorgeschlagene Bankgarantie von 50 Millionen Euro für Spielautomatenbetreiber nicht erklären. Was aber viel mehr Kopfzerbrechen bereitet ist der Umstand, dass Cardcasinos geschloßen werden sollen und Poker nur mehr im staatlichen Casino gespielt werden darf. Glücklicherweise ist die EU für die Zerschlagung des Monopols und die Politiker sind gut beraten auch so zu handeln. Zwar besteht die Möglichkeit, dass die Umsätze für die Casinos Austria etwas fallen werden, jedoch werden tausende Poker und Automatenspieler nicht in graue Hinterzimmer verjagt und in die kriminelle Ecke gestellt. Und wenn man sich die Umsätze bzw. Gewinne der Casinos Austria ansieht, so wird es ihnen nicht schaden kleine Einbußen hinzunehmen. Umsatzstärker würden sie durch die Novelle ohnedies nicht werden, da wie oben schon erwähnt die Alternative in dunklen Räumen liegen würde.

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