Der Tilt
TILT, eines der ersten Wörter, die selbst blutjunge Poker Anfänger schon kennen. Meine Generation kennt dieses Wort schon von dem einen oder anderen Flipperautomaten, der eben einen Tilt hatte, wenn man ihn zu heftig schüttelte. Was hat dann aber ein Tilt beim Poker zu suchen? Nun, genaugenommen fühlt sich ein Spieler auf Tilt nicht anders als ein Flipper, den wir gerade mit Händen und Füßen getreten haben. Und zwar taucht das Phänomen Tilt immer dann beim Poker auf, wenn wir einen Bad Beat oder einen großen Verlust einstecken mussten.
Genau dann nämlich passiert in unserem Kopf etwas Grausames. Nachdem wir im Spiel eigentlich alles richtig gemacht haben und eigentlich belohnt werden sollten, bekommen wir fürchterlich eine vor den Latz geknallt. Was dann genau in unseren Köpfen passiert, können wir Euch auch nicht erklären aber eines steht fest: schon seit Kindheitstagen wissen wir, dass wir bei ordentlichem und richtigen Verhalten belohnt werden und bei gegenteiligem Verhalten natürlich nicht. Und da bei einem Bad Beat paradoxerweise das genaue Gegenteil ausgelöst wird, gehen wir auf Tilt bzw. laufen am Pokertisch mental Amok.
Leider hat so ein Tilt brutale Auswirkungen auf das Spiel, das schon so manchen guten Spieler seine Karriere gekostet hat:
- Wir halten uns nicht mehr an das Bankrollmanagement.
- Wir spielen schwache bzw. marginale Karten.
- Wir verstricken uns mit marginalen Pokerhänden in große Pots.
- Wir werden zur Callingstation bzw. zum Maniac.
Ob man einen Tilt vermeiden kann, hängt ausschließlich vom jeweiligen Persönlichkeitstyp ab, aber aus dem Weg gehen können wir ihm jederzeit. Also sobald wir merken, dass wir nicht mehr unser A-Game spielen können, weg vom Tisch!
Wenn du bereits genug gelernt hast, dann hol dir doch gleich den









