Der Downswing ist logischerweise das genaue Gegenteil des Upswings. Allerdings konnten wir mit einem nicht zu erklärenden Upswing gut leben aber bei einem Downswing sieht die Sache ganz anders aus. Ob wir mit unserer Pokerhand gewinnen oder nicht ist eigentlich nur das Ergebnis von Erwartungswerten, die sich strikt an mathematische Wahrscheinlichkeiten halten. Leider gibt es aber die sogenannte Varianz, also die Mathematik hält sich langfristig an ihre eigenen Gesetze und gleicht die Chancen aus, wir wissen nur nicht genau wann.

Jetzt kann es aber passieren, dass wir entgegen der mathematischen Wahrscheinlichkeiten überdurchschnittlich oft verlieren und genau dann spielt uns unsere Psyche zusätzlich einen Streich. Denn wenn wir keine Leaks aufweisen und gut spielen dann müssten wir eigentlich wissen, dass ein solcher Downswing auch nur eine begrenzte Zeit laufen kann, aber in der Praxis sieht es etwas anders aus. Denn in einer Downswing Phase sind wir erstens extrem Tilt anfällig, spielen nicht unser A-Game und haben so gut wie kein Selbstvertrauen. Und das in Kombination mit dem mathematischen “Pech” hat schon so machnem Pokerspieler seine Bankroll gekostet, wenn man hier nicht einige Tips beherzigt.

  • Sind wir schon in einem Downswing, dann spricht nichts dagegen, eine längere Pause einzulegen.
  • Sich an den Tisch zu setzen mit dem Gedanken “heute mache ich mein Minus wett” ist ein weiterer Schritt in das Disaster.
  • Sind wir nach dem ersten verlorenen Pot bzw. nach einem Bad Beat schon wieder auf 100, dann siehe Punkt 1.
  • Will unser Downswing nicht enden, dann nach eventuellen Fehlern / Leaks im Spiel suchen.
  • Wenn du das Gefühl hast nur zu spielen, um deinen Gegnern etwas beweisen zu müssen, dann verlasse den Tisch.
  • Wenn du zu defensiv spielst, weil du Angst hast schon wieder ein paar Stacks zu verlieren, dann beende ebenfalls das Spiel.

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