Den Ausdruck kennen wirklich alle Pokerspieler, sogar solche, die erst heute die erste Hand spielen werden. Der Grund ist ein einfacher, denn hat man in seinem Freundeskreis Pokerspieler, dann ist man zu 100 Prozent schon in den Genuss der einen oder anderen Bad Beat Story gekommen. Bad Beat heißt übersetzt böser Schlag und dieser Ausdruck trifft es ganz gut.

Als Bad Beat bezeichnet man beim Poker den Verlust einer Pokerhand, bei der man eigentlich hoher Favorit gegen einen absoluten underdog war. Wir waren sozusagen schon geistig beim Einsammeln der Chips, als uns urplötzlich genau die eine Karte vor den Latz geknallt wurde, die unserem Gegner den unverdienten Sieg einbrachte. Er hat also gegen jede Wahrscheinlichkeit gegen uns gewonnen und in diesem Moment legen sich bei uns die Schalter im Kopf um.

Den unser Belohnungszentrum im Gehirn war schon auf den großen Glücksfall vorbereitet und wurde je enttäuscht. Wir fühlen uns betrogen und könnten die ganze Welt in Feuer und Asche legen. Und dieses paradoxe Geschehnis hat zudem katastrophale Auswirkungen auf unser Spiel, wenn wir uns einen Tilt einfangen. Gerade nach fürchterlichen Bad Beats sind wir ein emotionales Wrack mit einem großem psychologischen Problem und sind nicht mehr in der Lage unser A game zu spielen. Deswegen nach einem Bad Beat bzw. einem Tilt unbedingt eine Pause einlegen.

Die Onlinepoker Industrie hat ebenfalls schon auf das Phänomen Bad Beat reagiert und deswegen gibt es in den meisten Pokerräumen einen Bad Beat Jackpot, der dem Opfer ein nettes Taschengeld einbringt.

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